Auf Grund der Größe des Landes gibt es in Argentinien viele unterschiedliche Klimazonen. Neben gemäßigten Klimazonen im La-Plata-Raum, wo sich auch die größte Bevölkerungsdichte findet, gibt es im Norden und Nordosten tropische und subtropische Klimazonen. In den Anden, deren höchste Gipfel nicht selten weit über 6.000 Meter ragen, finden sich neben Hochgebirgsklima trockene bis Wüstenzonen, im Zentralland auch ausgedehnte Savannen (Gran Chaco) und Grassteppen (Pampa). In Patagonien sind neben dem kalten Klima die starken Westwinde prägend.
Da Argentinien auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten gegensätzlich zu unseren. Dies ist bei der Reiseplanung zu beachten. Grundsätzlich kann Argentinien das ganze Jahr über bereist werden:
Buenos Aires
Buenos Aires ist ganzjährig bereisbar. In den Monaten Dezember bis März liegen die Tagestemperaturen deutlich über der 20°C Marke, unter Umständen kann es in der Stadt sehr heiß und drückend werden. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr oder der Herbst. In den Wintermonaten (Mai-September) pendeln die Höchstwerte zwischen 10 und 15°C.
Patagonien/Feuerland
Die beste Reisezeit sind die Sommermonate von November bis März. Die Temperaturen sind höher und die Tage länger. Auf Feuerland steigen die Tagestemperaturen allerdings auch in diesen Monaten in der Regel nicht über 15°C.
Der argentinische Winter (ca. von Mai bis September) ist relativ kalt. Einige Hotels, vor allem Unterkünfte in den Nationalparks, haben geschlossen. Öffentliche Busse fahren eingeschränkt und nicht alle Ausflüge und Aktivitäten können angeboten werden.
Ushuaia auf Feuerland hat ein eigenes kleines Skigebiet, zum Skifahren wäre der argentinische Winter die beste Reisezeit. Generell kann es aufgrund starker Winde, welche in dieser Region ganzjährig auftreten, zu starken Temperaturschwankungen im Laufe des Tages kommen. Eine Wettergarantie hat man hier nicht. Es kann auch in den Sommermonaten recht kühl werden.
Seengebiet
Das Seengebiet um Bariloche ist sowohl im Sommer, wie auch im Winter ein beliebtes Reiseziel. Im Winter (Juni-August) ist es ein stark besuchtes Skigebiet. In der Sommersaison (Oktober-April) ist es ein beliebtes Ziel für Wanderer und Wassersportler.
Nordwesten (Salta)
Für die Region um Salta ist der Spätherbst/frühe Winter (April – Mai) und das Frühjahr (September/Oktober) eine gute Reisezeit. Es ist trockener, die Tage sind in der Regel noch schön warm. Die Nächte können in der Höhe allerdings empfindlich kalt werden. Zwischen Dezember und Februar kann es zu häufigeren Regenschauern kommen, die je nach dem wie stark sie sind, Straßen und Pässen unpassierbar machen können. Für eine Mietwagentour empfehlen sich diese Monate daher nur begrenzt.
Nordosten (Iguazú Wasserfälle)
Die Region um die Iguazú-Wasserfälle und den Iberá-Sümpfe sind das ganze Jahr über meistens warm und feucht. Diese Gegend kann man das ganze Jahr besuchen, wobei die die Herbst- und Frühlingsmonaten mit einer Durchschnittstemperatur von 25 °C sehr angenehm sind. Der Sommer (Januar bis März) ist sehr feucht (die Luftfeuchtigkeit liegt im Durschnitt bei 70%) und sehr heiß (mehr als 30 °C).