Chile hat aufgrund seiner Geographie viele unterschiedliche Klimazonen. Mit einer Länge von ca. 4.300 km, aber nur einer Breite von ca. 180 km umfasst es – bis auf die Tropen – alle Klimazonen der Welt.
Da Chile auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten gegensätzlich zu unseren. Dies ist bei der Reiseplanung zu beachten.
Grundsätzlich kann Chile das ganze Jahr über bereist werden!
Norte Grande
Im „Große Norden“ befindet sich die trockenste Wüste der Welt. Die Kordillere ist hier besonders hoch. Diese Region kann das ganze Jahr besucht werden. In den Höhenlagen ist es tagsüber sehr warm, je nach Monat zwischen 15° C und 25° C. Die Nächte in höheren Lagen sind ganzjährig bitterkalt. In den Monaten Juni bis August sinken die Temperaturen auch unter dem Gefrierpunkt. Niederschlag fällt nur in den Monaten Dezember bis März. Ist der sogenannte bolivianische Winter sehr stark, kann es teilweise zu Unwettern und Straßenschäden kommen.
Norte Chico
Der „Kleine Norden“ ist geprägt durch ein halb wüstenhaftes Klima und kann ganzjährig bereist werden. Das Gebiet reicht vom Süden der Atacama-Wüste bis in den Norden von Santiago. Niederschlag fällt am ehesten in den Monaten Juni bis August. Das sind auch die kältesten Monate mit einem Durchschnittswert von 16° C. In den anderen Monaten steigt die Temperatur auf bis zu 25° . In den Höhenlagen ist es nachts wiederum entsprechend kälter mit Temperaturen um die 7° C – 14° C.
Zona Central
Diese Gegend um die Hauptstadt Santiago de Chile entspricht mit seinem milden Klima dem Mittelmeerraum oder Kalifornien. Der mittlerweile weltweit bekannte Chilenische Wein hat hier seinen Ursprung. In den Monaten Dezember bis März kann es schon einmal 30° C warm werden. Aber auch in den Monaten Juni bis August sinkt die Temperatur tagsüber selten unter 15° C. Diese Region kann von September bis April gut bereist werden. Orte wie Viña del Mar laden zum Baden ein, aufgrund des kalten Humboldtstroms hat das Meer aber auch im dortigen Sommer maximale 16° C.
Das Grenzgebiet zu Argentinien ist in den Monaten Juni bis August ein beliebtes Ziel für Skifahrer, beliebte Orte sind Valle Nevada und Portillo.
Sur Chico
Im „Kleinen Süden“ regnet es viel und im dortigen Winter kann es empfindlich kalt werden. Die Landschaft ist geprägt von weiten Wäldern, teilweise noch richtigen Urwäldern. Die Anden sind hier niedriger. Schneebedeckte Vulkane ragen vielerorts in den Himmel. Der Kleine Süden erweckt Assoziationen an Neuseeland.
Diese Region ist sowohl im Sommer, wie auch im Winter ein beliebtes Reiseziel. Im Winter (Juni bis August) gibt es einige Skigebiete, zum Beispiel Pucón und Puyehue. In der Sommersaison (Oktober bis April) ist es ein beliebtes Ziel für Wanderer und Wassersportler. Die Tageshöchsttemperaturen liegen um die 20° C.
Patagonien
Patagonien beginnt dort, wo die berühmte Panamericana aufhört. Ab Puerto Montt heißt sie Carretera Austral und ist eine nicht asphaltierte Staubstraße. Die Landschaft wird wilder, das Klima rauer. Dichter subtropischer Regenwald drängt bis an die Straße heran. Reißende Flüsse bringen milchiges Wasser von den Gletschern herab, die hier bewundert werden können. Die Fjordlandschaft lässt an Norwegen denken.
Die beste Reisezeit sind die dortigen Sommermonate von November bis März. Die Temperaturen sind höher und die Tage länger. Auf Feuerland steigen die Tagestemperaturen allerdings auch in diesen Monaten in der Regel nicht über 15° C. Einige Hotels, vor allem Unterkünfte in den Nationalparks, haben geschlossen. Öffentliche Busse fahren eingeschränkt, und nicht alle Ausflüge und Aktivitäten können angeboten werden.
Generell kann es aufgrund starker Winde, welche in dieser Region ganzjährig auftreten, zu starken Temperaturschwankungen im Laufe des Tages kommen. Eine Wettergarantie hat man hier nicht. Es kann auch in den Sommermonaten recht kühl werden.
Osterinsel
Die Osterinsel kann ganzjährig besucht werden. Am wärmsten ist es im Durchschnitt mit 24° C im Februar. Der kälteste Monat ist mit durchschnittlich 18°C der August. Niederschlag gibt es ganzjährig.