Leben und reisen auf 3000m

In Europa, auf 3.000 m ü. M., sind die Menschen meist schon mit Steigeisen und Eispickel unterwegs. Bäume wachsen dort keine mehr. Stein, Fels, etwas Gras und vereinzelte Blumen prägen das Panorama. In vielen Regionen der Anden hingegen – etwa in Peru – es es auf dieser Höhe deutlich milder. Hier wachsen zahlreiche Pflanzen und Bäume, und auf den Feldern gedeihen Mais, Kartoffeln und allerlei Gemüse. Avocado-, Birnen-, Apfel- und Holunderbäume sind nur einige Beispiele. Manche Kartoffelsorten wachsen sogar erst ab 4.000 m Höhe – oder noch höher. Natürlich wird auch in den Anden die Landschaft mit zunehmender Höhe unwirtlicher.

Bleiben wir jedoch vorerst bei Höhen zwischen 3.000 und 4.000 m ü. M. In mehreren südamerikanischen Ländern – darunter Peru, Bolivien, Ecuador, Chile und Argentinien – befinden sich viele Sehenswürdigkeiten in beeindruckenden Höhenlagen. Das ist nicht ohne, denn die Luft ist dünner und enthält weniger Sauerstoff. Selbst wenn man die Höhe beim Aussteigen aus dem Flugzeug zunächst kaum bemerkt, zeigt sich die Belastung oft schon, sobald man schneller geht oder läuft – die Puste ist rasch weg. Der Körper braucht Zeit, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Bei manchen geht das schneller, bei anderen dauert es länger.

Darum sollte man sich Zeit lassen. Hier ein paar Tipps, um sich an die Höhe zu akklimatisieren und den Urlaub nicht mit Soroche (= Höhenkrankheit) zu verbringen. Soroche äußert sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit oder Schwäche. Die wichtigste Regel lautet daher: alles langsam angehen!
Gemütlich durch die Gassen bummeln, nicht heute ankommen und morgen schon ein Trekking starten, leicht essen und viel trinken. Falls die Beschwerden dennoch stark werden oder länger anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen oder den Guide informieren.

Bei den meisten Besuchern dauert die Akklimatisierung zwischen zwei und vier Tagen. Das bedeutet lediglich, dass man danach fit genug für leichte Aktivitäten ist. Wer mehrtägige Hochgebirgstrekkings plant, sollte sich jedoch mehr Zeit gönnen. Jeder Körper reagiert anders – und die Akklimatisierung hat nicht unbedingt etwas mit dem Fitnesslevel zu tun. Auch toptrainierte Menschen können Höhenkrankheit bekommen, genauso wie ein Couchpotato.

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