Alleine unterwegs oder geführt?
Unsere Antwort als Reiseagentur muss – strategisch gesehen – ganz klar „geführt“ lauten. Natürlich kannst du gewisse, stark frequentierte Routen auch alleine bewältigen. Trotzdem kennst du die lokalen Gegebenheiten nicht – und diese können sich schnell ändern. Wo es gestern noch Übernachtungsmöglichkeiten gab, gibt es heute keine mehr oder sie sind ausgebucht. Oder dir wurde gesagt, dass einmal pro Woche, nämlich am Sonntag, der Bus fährt. Du stehst dort – nur um zu erfahren, dass die Fahrzeit auf Samstag verlegt wurde. Solche Begebenheiten sind nicht unüblich, aber sehr ärgerlich, wenn du dich im Niemandsland befindest und vielleicht nicht so viel Zeit hast.
Hast du unterwegs einen Unfall oder verläufst dich, ist es oft schwierig, Hilfe zu bekommen. Warum? Weil es in diesen Regionen häufig keinen Handyempfang gibt, Helikopterflüge extrem teuer sind und Guides sowie Tragtiertreiber, die mit Gruppen unterwegs sind, sich in erster Linie um ihre eigene Gruppe kümmern müssen. Vielleicht kommt ein Bergbewohner vorbei und hilft dir – aber wenn du kaum Spanisch sprichst, wird die Situation schnell noch komplizierter.
In den Bergen zählt im Notfall jede Minute. Aus diesem Grund, und vor allem wenn du noch nie in den Anden unterwegs warst, empfehlen wir dir, Trekkings mit einem privaten Führer oder in einer Gruppe zu unternehmen.
Gruppenfeeling
Trekking in einer Gruppe ist ein tolles Erlebnis. Aber seien wir ehrlich – es kommt immer auch auf die Zusammensetzung der Gruppe an. Manche Menschen sind einfach nicht kompatibel. Manche mögen es ruhig und meditativ, andere erzählen am liebsten den ganzen Tag ihre Geschichten. Trotzdem: Bei einer Wanderung in dieser Höhe geht selbst Vielrednern irgendwann die Puste aus. Oder du bist so fit, dass du allen davonläufst.
Am Ende zählt das gemeinsame Erlebnis: Man wandert zusammen, teilt die Momente, freut sich über die fantastische Aussicht und sitzt nach der Tagesetappe gemeinsam beim Abendessen. Auch wenn das Alleinsein seinen Reiz hat, sind mir meine Trekkings mit anderen Menschen immer besonders in Erinnerung geblieben.
Wenn du grundsätzlich nicht der Gruppentyp bist, kannst du auch eine private Tour buchen. Das ist zwar kostspieliger, bietet dir aber den Vorteil, die gesamte Tour in deinem eigenen Rhythmus und in Ruhe zu genießen.